Grundlagen der Computergrafik

Diese Veranstaltung setzt auf eigenständiges, praxisnahes Lernen. Sie erarbeiten sich das nötige Wissen selbst und wenden es direkt praktisch an.

Als Grundlage dient das 10-teilige Tutorial auf der Kurs-Website. In jedem dieser 10 Kapitel lernen Sie das praktische Handwerkszeug, um nach und nach eine Game Engine zu implementieren. Im Selbststudium erschließen Sie dann das dazugehörige theoretische Wissen. Pro Woche gibt es drei Bausteine:

  • Vorbereitung (Selbststudium, zuhause)
  • Plenum (ca. 90 min, Online-Veranstaltung)
  • Praktikum (ca. 90 min, Online-Veranstaltung)

In einer mündlichen Prüfung am Ende des Semesters können Sie dann unter Beweis stellen, wie sicher Sie im Thema sind.

Die Vorbereitung

Jede Woche bereiten Sie sich eigenständig auf das jeweilige Kapitel vor. Grundlage ist das zugehörige Tutorial auf der Website: Sie arbeiten die Inhalte Schritt für Schritt durch und setzen die Aufgaben praktisch um.

Als Kontrollinstanz dient das passende Git-Repository: Wenn bei Ihnen etwas nicht funktioniert oder Sie vermuten, dass sich ein Fehler eingeschlichen hat, können Sie Ihren Stand mit dem Referenzcode vergleichen und gezielt nachvollziehen, an welcher Stelle die Abweichung entstanden ist.

Je nach Bedarf vertiefen Sie einzelne Aspekte außerdem mithilfe weiterer Quellen (z. B. Dokumentation, verlinkte Artikel oder Videos).

Wichtig dabei: Sie müssen nicht alles schon vollständig verstanden haben. Entscheidend ist, dass Sie sich so weit einarbeiten, dass Sie benennen können, was Sie noch nicht verstehen und wo genau es hakt (Begriffe, Code-Stellen, „Warum macht man das so?”). Notieren Sie diese Fragen – sie sind die Grundlage für das Plenum, in dem offene Punkte gezielt geklärt und priorisiert werden.

Das Plenum

Der Auftakt jeder Online-Veranstaltung ist das Plenum. Es bildet den Abschluss eines Kapitels und ist ein zentraler Teil des gemeinsamen Lernprozesses. In der großen Runde werden Fragen, Ideen und Beobachtungen besprochen und die Erkenntnisse zusammengetragen, die Sie bei der Vorbereitung gesammelt haben.

Sie bestimmen, welche Themen vertieft und welche kürzer gehalten werden – bringen Sie daher aktiv Ihre Fragen ein.

Im Gespräch zeigen sich außerdem oft Themen, die zunächst unscheinbar wirken, aber entscheidend sind, um grundlegende Prinzipien wirklich zu verstehen. Nutzen Sie das Plenum daher aktiv, um herauszufinden, welche Aspekte für Sie gerade am wichtigsten sind. Am besten schreiben Sie direkt mit und erstellen Ihre eigene Mitschrift.

Das Praktikum

Im Praktikum entwickeln Sie semesterbegleitend ein eigenes Projekt – aufbauend auf dem Tutorial-Code, aber mit einem eigenen Ziel. Das Projekt ist in Bauabschnitte gegliedert, die dem Tempo des Tutorials folgen. Regelmäßige Projektbesprechungen bieten Raum zum Austausch, gegenseitigen Feedback und zum Klären offener Fragen.

Das Praktikumsprojekt bildet ein Drittel der Prüfung – sowohl die Grundfunktionen des Tutorials als auch Ihre eigenen Erweiterungen sind prüfungsrelevant.

Die aktive Teilnahme an der Projektarbeit, einschließlich Ihrer Anwesenheit, ist Zulassungsvoraussetzung für die mündliche Prüfung. Weitere Informationen zu Themenwahl, Projektstruktur und Ablauf finden Sie auf der Seite Tipps und Tricks zum Praktikum.

Die Prüfung

Die Prüfung findet online statt (im selben Zoom-Meeting wie die Veranstaltung) und dauert ca. 24 Minuten. Sie ist als Fachgespräch aufgebaut: Dabei werden 6 ausgewählte Themen aus dem Modul besprochen, um festzustellen, wie sicher die Inhalte verstanden wurden – von den Grundlagen bis zu konkreten Anwendungsfällen.

Als Hilfsmittel ist ein Spickzettel erlaubt, den Sie selbst erstellen. Er muss die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Eine einzelne Bilddatei (PNG oder JPEG)
  • 1920 × 1080 Pixel, Querformat

Im Anschluss erhalten Sie direkt Feedback zu Ihrer Leistung und erfahren Ihre Note noch während der Videokonferenz.

Das Ziel

Die Software, an der im Rahmen dieser Veranstaltung gearbeitet wird, besteht aus vielen einzelnen Komponenten, die gemeinsam die Illusion von 3D-Grafik erzeugen.

Am Ende des Semesters sollten Sie ein solides Verständnis für diese einzelnen Komponenten haben. Sie sollten einem Laien erklären können, wozu die einzelnen Module der Software benötigt werden. Sie sollten einem Profi erklären können, wie jede Komponente technisch funktioniert.

Je mehr Zeit Sie damit verbringen, das Gelernte im Praktikum anzuwenden und im Plenum zu diskutieren, desto einfacher wird die Prüfung.


Inverted Classroom

Das didaktische Muster hinter dieser Veranstaltung nennt sich Inverted Classroom (auch Flipped Classroom). Eine gute Beschreibung dazu finden Sie auf Wikipedia.

In diesem Unterrichtsformat haben Sie als Studierende großen Einfluss darauf, welche Inhalte priorisiert werden und welche eher oberflächlich behandelt werden. So kann die gemeinsame Zeit optimal genutzt, Wissenslücken gezielt geschlossen und das Wiederholen bereits sicherer Inhalte vermieden werden.

Gleichzeitig haben Sie aber auch eine große Verantwortung: Im Plenum werden genau die Themen vertieft, die Sie (und die anderen) aktiv einbringen. Die gemeinsame Zeit gehört ganz Ihren Fragen und Diskussionen. Bringen Sie ein Thema ein, wird es besprochen – so steuern Sie selbst, worauf der Fokus liegt.

Wenn Sie diese Verantwortung annehmen, profitieren Sie doppelt: Sie lernen im eigenen Tempo im Selbststudium und nutzen die gemeinsame Zeit dort, wo sie den größten Effekt hat – beim Klären, Vertiefen und Anwenden.